Die Frage, ob sich der Hauskauf lohnt, stellt sich 2026 unter anderen Vorzeichen als vor der Zinswende. Bis Anfang 2022 lagen die Bauzinsen bei knapp über einem Prozent, das Baukindergeld war ein Zuschuss ohne Rückzahlung, und zehn Jahre zuvor kostete ein Reihenhaus in Leipzig häufig die Hälfte des heutigen Preises. Keine dieser drei Bedingungen gilt weiterhin. Dennoch erwerben auch gegenwärtig Haushalte Wohneigentum, und in vielen Fällen ist diese Entscheidung wirtschaftlich sinnvoll. Dieser Beitrag zeigt, unter welchen Voraussetzungen.
Als Immobilienmakler beraten wir in Leipzig seit über 35 Jahren Käufer und Verkäufer. Nachfolgend beantworten wir die Fragen, die uns in Erstgesprächen am häufigsten gestellt werden, jeweils mit den aktuellen Zahlen.
Die Antwort in Kürze
Der Kauf trägt sich, wenn drei Bedingungen zusammenkommen: Sie bleiben voraussichtlich länger als zehn Jahre, Ihr Einkommen deckt die Kreditrate zuzüglich der laufenden Kosten dauerhaft, und Sie bringen mindestens die Kaufnebenkosten als Eigenkapital mit.
Gegen einen Kauf spricht es, wenn ein beruflich bedingter Ortswechsel absehbar ist, das Eigenkapital nur knapp für die Nebenkosten reicht oder Sie die laufende Verantwortung für ein eigenes Objekt nicht übernehmen möchten.
Was das für Ihre Situation konkret bedeutet, rechnen die folgenden Abschnitte durch.
Warum die Frage 2026 anders gestellt werden muss
In den vergangenen Jahren haben sich drei Rahmenbedingungen grundlegend verändert.
Die Bauzinsen liegen für eine zehnjährige Zinsbindung im September 2026 bei rund 3,5 bis 3,9 Prozent. Das entspricht etwa dem Dreifachen des Niveaus, das bis Anfang 2022 galt. Ältere Beispielrechnungen sind damit nicht mehr übertragbar.
Das Baukindergeld ist seit Ende 2022 abgeschafft. An seine Stelle sind zinsgünstige Förderkredite getreten, die an deutlich engere Voraussetzungen geknüpft sind.
Seit Ende Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das das bisherige Gebäudeenergiegesetz umbenennt und ändert. Für Käufer älterer Häuser ist vor allem eine Änderung wichtig: Die altersabhängige Austauschpflicht für Heizkessel ist entfallen. Eine funktionsfähige Öl- oder Gasheizung darf weiter betrieben und repariert werden. Bestehen bleiben die Dämmpflichten, die nach einem Eigentümerwechsel innerhalb von zwei Jahren zu erfüllen sind.
Wer diese Punkte vor der ersten Besichtigung kennt, vermeidet Fehleinschätzungen bei Budget und Folgekosten.
Haus kaufen: Pro und Kontra im Überblick
| Pro | Kontra |
| Mietfrei wohnen, sobald die Finanzierung abbezahlt ist. Der Vermögensaufbau läuft mit jeder Tilgungsrate. | Höhere Nebenkosten als beim Mieten. Sie zahlen Grundsteuer, Versicherungen, Instandhaltung und alle Reparaturen selbst. |
| Sicherheit vor Mieterhöhung und Eigenbedarfskündigung, solange die Raten ordnungsgemäß zurückgezahlt werden. | Räumliche Bindung. Ein beruflicher Wechsel in eine andere Stadt ist mit einem Eigenheim aufwendiger und teurer als ein Mietvertrag. |
| Gestaltungsfreiheit in den eigenen vier Wänden. Sie entscheiden über Anbau, Sanierung und Garten. | Volle Verantwortung für Pflege, Instandhaltung und die Nachrüstpflichten nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz. |
| Altersvorsorge in Form eines Sachwerts. | Hoher Eigenkapitalbedarf. In Sachsen liegen die Kaufnebenkosten bei rund 11 Prozent. |
| Inflationsschutz, weil Sie eine reale Sache besitzen statt Geld auf dem Konto. | Lange Bindung an die Bank, oft 20 bis 30 Jahre. Das gestiegene Zinsniveau erhöht das Risiko bei der Anschlussfinanzierung. |
Die Instandhaltung wird von Erstkäufern regelmäßig unterschätzt. Als Eigentümer verantworten Sie Bausubstanz, Dach, Heizung, Außenanlagen und die Abwicklung von Versicherungsfällen. Für jeden dieser Bereiche gibt es Dienstleister, die Koordination und das Budget bleiben jedoch bei Ihnen.
Mieten oder kaufen: Wirtschaftlich betrachtet
Die alte Faustregel „Wer Miete zahlt, zahlt für den Vermieter“ gilt grundsätzlich weiter. Solange Sie tilgen, erhöht der Tilgungsanteil Ihr Vermögen. Aufwand ohne Gegenwert entsteht nur bei Zinsen und Bewirtschaftungskosten. Bei einer Mietwohnung gilt das für die gesamte Kaltmiete.
Bei den heutigen Zinsen ist die Rechnung allerdings nicht mehr automatisch zugunsten des Eigentums entschieden. Die monatliche Belastung bei einem 400.000-Euro-Kredit liegt 2026 spürbar über der eines Mieters für ein vergleichbares Objekt in Leipzig. Wer aber zwei oder drei Jahrzehnte bleibt und den Kredit abbezahlt, hat am Ende einen Sachwert, der oft eine sechsstellige Summe wert ist. Wer fünf Jahre bleibt und dann wegzieht, sollte sehr genau rechnen. Wer die Immobilie nicht selbst bewohnen, sondern vermieten möchte, rechnet anders: Dann zählen Mietrendite, Abschreibung und Spekulationsfrist. Was dabei wichtig ist, lesen Sie in unserem Beitrag zur Kapitalanlage in Leipzig.
Ausschlaggebend sind damit die geplante Haltedauer, das verfügbare Eigenkapital und die Lage des Objekts.
Was kostet ein Haus in Leipzig 2026?
Die Quadratmeterpreise für Häuser in Leipzig liegen 2026 je nach Quelle zwischen rund 3.000 und 3.700 Euro pro Quadratmeter, gemittelt über alle Stadtteile und Lagen. Die Spanne im Stadtgebiet ist erheblich: Einfache Lagen beginnen bei etwa 1.500 Euro pro Quadratmeter, sehr gute Adressen erreichen 5.500 Euro und mehr. Wie sich der Wert eines konkreten Objekts einschätzen lässt, erläutern wir im Ratgeber Immobilienwert selbst ermitteln.
Für ein Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche sind je nach Stadtteil und Zustand rund 380.000 bis 650.000 Euro realistisch. In den nachgefragten Lagen wie Schleußig, Gohlis-Süd, Plagwitz oder Connewitz liegt der Schnitt höher als in den Randlagen.
Die Preise haben sich nach dem starken Anstieg der Jahre 2010 bis 2022 in Leipzig stabilisiert. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Veränderung bei rund vier Prozent, je nach Stadtteil leicht im Plus oder im Minus. Eine Übersicht zu den einzelnen Stadtbezirken und Ortsteilen finden Sie in unserem Stadtteilführer.
Bauzinsen 2026: Worauf Sie sich einstellen müssen
Im September 2026 bewegt sich der Zinssatz für Immobilienkredite mit zehn Jahren Zinsbindung in einem Korridor zwischen rund 3,5 und 3,9 Prozent.
Das ist rund das Dreifache des Niveaus, das bis Anfang 2022 galt. Im historischen Vergleich ist es trotzdem moderat. In den 1990er Jahren waren acht Prozent für ein Immobiliendarlehen normal.
Der Zinssatz, den Sie persönlich erhalten, weicht von diesen Werten ab. Maßgeblich ist zunächst der Beleihungsauslauf, also das Verhältnis zwischen Kreditsumme und Immobilienwert. Wer 30 Prozent Eigenkapital einbringt, zahlt spürbar weniger als ein Käufer mit Vollfinanzierung. Hinzu kommen Ihre Bonität, die gewählte Zinsbindung und die Anfangstilgung.
Welches Eigenkapital brauche ich?
Die häufigste Faustregel lautet: Sie sollten mindestens die Kaufnebenkosten aus eigenen Mitteln bezahlen können. In Sachsen sind das rund 11 Prozent vom Kaufpreis, bestehend aus 5,5 Prozent Grunderwerbsteuer sowie ca. 2,0 Prozent Notar- und Grundbuchkosten. Ist ein Makler beauftragt, kommt dessen Provision in Höhe von meist 3,57 Prozent hinzu. Ohne Makler würden Sie bei rund 7,5 Prozent landen. Banken sehen 20 bis 30 Prozent Eigenkapital vom Kaufpreis als komfortabel an. In dieser Größenordnung verbessern sich die Zinskonditionen spürbar.
Bei einem Kaufpreis von 450.000 Euro bedeutet das:
- Minimum für die Nebenkosten: rund 50.000 Euro.
- Komfortabler Wert für gute Konditionen: 90.000 bis 135.000 Euro.
Eine reine Vollfinanzierung ohne Eigenkapital ist 2026 zwar möglich, wird aber nur noch von wenigen Banken und meist mit deutlichem Zinsaufschlag angeboten. Sie ist die Ausnahme, nicht die Regel.
Als Eigenkapital zählen Sparbücher, Tagesgeld, Wertpapiere, Bausparguthaben, eine vorhandene unbelastete Immobilie und in manchen Fällen die Eigenleistung beim Bau. Schenkungen aus der Familie sind ebenfalls anrechenbar, sofern sie sauber dokumentiert sind.
Ab welchem Gehalt kann ich mir ein Haus leisten?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht, weil der individuelle Lebensstil und die Region eine große Rolle spielen. Eine grobe Orientierung lässt sich aber rechnen.
Banken achten darauf, dass Ihre monatliche Kreditrate nicht mehr als rund 35 bis 40 Prozent Ihres Haushaltsnettoeinkommens beträgt und nach Abzug von Rate und Lebenshaltungskosten noch ein ausreichender Puffer bleibt. Wenn ein Haushalt 4.500 Euro netto verdient und 1.500 Euro feste Lebenshaltungskosten hat, bleibt eine maximal vertretbare Rate von etwa 1.050 bis 1.200 Euro im Monat. Bei einem Zinssatz von 3,7 Prozent und 2 Prozent Tilgung trägt eine solche Rate einen Kredit von etwa 250.000 bis 320.000 Euro.
Ein Beispiel: Für ein Haus zu 450.000 Euro fallen zusätzlich rund 50.000 Euro Kaufnebenkosten an. Bringen Sie 100.000 Euro Eigenkapital mit, decken davon 50.000 Euro die Nebenkosten ab, die übrigen 50.000 Euro fließen in den Kaufpreis. Zu finanzieren bleiben damit 400.000 Euro. Bei 3,7 Prozent Zins und 2 Prozent Tilgung ergibt das eine monatliche Rate von rund 1.900 Euro. Dafür sollte das Haushaltsnettoeinkommen bei etwa 5.500 bis 6.000 Euro liegen, damit neben der Rate ausreichend Spielraum für Lebenshaltung und Rücklagen bleibt.
Wer als Single mit einem Einkommen von 3.000 bis 3.500 Euro netto kauft, kommt in Leipzig 2026 realistisch eher bei einer kleineren Eigentumswohnung oder einem Reihenhaus in einfacherer Lage an. Für ein freistehendes Einfamilienhaus reicht das Budget meist nicht.
Beispielrechnung für Leipzig 2026
Die folgende Rechnung verwendet die genannten Werte:
| Position | Wert |
| Kaufpreis Reihenhaus, 110 m², gute Lage Leipzig | 380.000 € |
| Kaufnebenkosten Sachsen (rund 11 %) | 41.800 € |
| Eigenkapital | 80.000 € |
| Immobiliendarlehen | 341.800 € |
| Zinssatz (10 Jahre Zinsbindung, gute Bonität) | 3,7 % |
| Tilgung anfänglich | 2,5 % |
| Monatliche Rate | rund 1.766 € |
Eine solche Rate setzt ein Haushaltsnettoeinkommen von rund 5.000 bis 5.500 Euro voraus, damit neben der Finanzierung noch Spielraum für Lebenshaltung und Rücklagen bleibt.
Vergleichswert: Eine vergleichbare Mietwohnung mit 110 m² in einer guten Leipziger Lage kostet 2026 zwischen 1.200 und 1.500 Euro Kaltmiete. Die Differenz von rund 250 bis 550 Euro entfällt beim Eigentum größtenteils auf die Tilgung und erhöht damit Ihr Vermögen.
Welche laufenden Kosten kommen auf Hausbesitzer zu?
Diese Position wird in Beratungsgesprächen oft unterschätzt. Über die Kreditrate hinaus müssen Sie folgende Kosten einplanen:
- Grundsteuer: In Leipzig nach der Reform von 2025 individuell je Grundstück. Für ein Einfamilienhaus liegt sie meist zwischen 300 und 1.200 Euro im Jahr.
- Wohngebäudeversicherung und Haftpflicht: 250 bis 600 Euro im Jahr, je nach Lage und Bauart.
- Heizung, Strom, Wasser, Abwasser, Müll: Für einen Vier-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus zusammen rund 250 bis 450 Euro im Monat.
- Schornsteinfeger, Wartung Heizung, Garten: 200 bis 600 Euro im Jahr.
- Instandhaltungsrücklage: Als Faustregel sollten Sie monatlich rund 0,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche zurücklegen, bei Altbauten gerne mehr. Für ein Haus mit 120 m² sind das mindestens 720 Euro pro Jahr. Diese Rücklage ist keine optionale Größe. Dächer, Heizungen und Fenster haben eine Nutzungsdauer von 20 bis 40 Jahren, danach steht die Erneuerung an.
Insgesamt sollten Sie über die Kreditrate hinaus rund 500 bis 800 Euro im Monat für Betrieb und Rücklage einplanen. Beim Mieten enthalten die Nebenkosten einen Großteil dieser Posten bereits oder werden vom Vermieter getragen.
Förderung: Was vom Baukindergeld geblieben ist
Das Baukindergeld ist seit dem 1. Januar 2023 nicht mehr beantragbar. An seine Stelle sind mehrere zinsgünstige Förderkredite getreten, vor allem die KfW-Programme für Familien beim Neubau und beim Kauf sanierungsbedürftiger Bestandsimmobilien sowie das sächsische Landesprogramm.
Alle diese Programme sind Kredite, keine Zuschüsse, und sie sind an Einkommensgrenzen, Kinderzahl und energetische Anforderungen geknüpft. Für einen Teil der Käufer rechnen sie sich deutlich, für einen anderen Teil gar nicht.
Welche Programme es im Einzelnen gibt, welche Voraussetzungen gelten und wie hoch die Förderung ausfällt, haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengestellt: Förderprogramme für Familien 2026.
Für Ihre Planung entscheidend: Der Förderantrag muss in der Regel vor Abschluss des Kaufvertrags gestellt werden. Bei einzelnen Programmen ist ein Kaufvertrag unter der Bedingung möglich, dass die Förderung bewilligt wird. Klären Sie das vor dem Notartermin mit Ihrer Bank.
Hauskauf als Single oder im Alter
Ein Eigenheim ist keine Frage des Alters. Bungalows und ebenerdige Doppelhaushälften sind ideal für ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität, weil keine Treppen genommen werden müssen. Reihenhäuser und kleine Stadthäuser eignen sich für Singles, sofern Lage und Ausstattung zur Lebensplanung passen.
Beim Kauf als Alleinstehender trägt nur ein Einkommen die Finanzierung. Banken erhöhen deshalb in der Regel die Eigenkapitalanforderung. Umgekehrt lassen sich Veränderungen der Lebenssituation als Alleineigentümer einfacher regeln als in einer Eigentümergemeinschaft. Das fehlende zweite Einkommen bleibt allerdings ein Risikofaktor.
Mehrgenerationenhäuser kommen für Familien in Betracht, die Eltern oder erwachsene Kinder einbeziehen möchten. Geeignet sind Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung oder Doppelhäuser. In Leipzig bieten Stadtteile wie Möckern, Stötteritz oder Großzschocher solche Objekte regelmäßig an.
Lage, Lage, Lage
Der Satz ist abgenutzt, in der Sache aber zutreffend. Je besser die Lage, desto wertstabiler das Objekt und desto verlässlicher der Wiederverkaufswert in zehn oder zwanzig Jahren. Zwischen Stadtteilen wie Schleußig oder Gohlis-Süd und Lagen wie Mockau-Nord oder Engelsdorf unterscheiden sich die Hauspreise um den Faktor zwei und mehr. Welche Standortfaktoren die Wertentwicklung bestimmen, haben wir in einem eigenen Beitrag beschrieben.
Wenn der Hauskauf unmöglich scheint
Ob ein Erwerb überhaupt noch realistisch ist, wird uns 2026 häufiger gefragt als in den Vorjahren. Für Haushalte mit geringem oder mittlerem Einkommen und ohne nennenswertes Eigenkapital ist der Kauf in den Großstädten tatsächlich schwieriger geworden. Ausgeschlossen ist er in den seltensten Fällen.
Wege, die in Leipzig funktionieren:
Eigentumswohnung statt Haus. Eine ETW mit 60 bis 80 Quadratmetern in Lindenau, Sellerhausen oder Engelsdorf ist ab etwa 150.000 bis 250.000 Euro erreichbar. Wer dort einsteigt, baut Vermögen auf und kann später aufstocken.
Sanierungsbedürftige Bestandsimmobilie mit Förderkredit. Erfüllen Haushalt und Energieeffizienzklasse die Voraussetzungen, liegen die Konditionen deutlich unter dem Marktniveau. Welche Förderprogramme dafür infrage kommen, haben wir gesondert aufbereitet.
Randlagen prüfen. In Engelsdorf, Lützschena-Stahmeln, Lindenthal und den Umlandgemeinden liegen die Preise deutlich unter denen der innerstädtischen Ortsteile, bei überwiegend guter S-Bahn-Anbindung.
Eigenkapital aufbauen. Zwei bis drei Jahre konsequentes Ansparen, begleitet von Marktbeobachtung und einer Einschätzung der Zinsentwicklung, führt häufig zu einem besseren Ergebnis als ein vorzeitiger Kauf zu ungünstigen Konditionen.
Die Detailplanung: Haushaltsplan und Finanzplan
Vor dem Bankgespräch sollten Sie über mindestens drei Monate Ihre tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben erfassen, nicht die geschätzten. Berücksichtigen Sie dabei auch Positionen, die nicht monatlich anfallen: Versicherungsbeiträge, Urlaub, Kfz-Steuer, größere Anschaffungen. Die aktuelle Kaltmiete rechnen Sie heraus, da sie nach dem Einzug entfällt. Der verbleibende Betrag ist Ihre Kapazität für Kreditrate und laufende Hauskosten.
Ein vollständiger Finanzplan umfasst den Haushaltsplan, das Finanzierungsmodell für den Hauskauf und eine Planung der zukünftigen Ausgaben für Reparaturen und Modernisierungen. Für Altbauten empfehlen wir mindestens 1 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat als Rücklage, bei Neubauten genügen 50 Cent.
Eine Vorlage für Ihren Kostenplan stellen wir Ihnen auf Anfrage gern zur Verfügung.
Häufige Fragen zum Hauskauf
Lohnt sich ein Hauskauf 2026 noch?
Für Haushalte mit ausreichendem Eigenkapital und stabilem Einkommen ja. Die Bauzinsen liegen über dem Niveau vor der Zinswende, im historischen Vergleich aber im moderaten Bereich. Die Kaufpreise haben sich nach der starken Aufwärtsbewegung stabilisiert. Bei einer Haltedauer von mehr als zehn Jahren ist Eigentum in der Regel wirtschaftlich vorteilhafter als Miete.
Ab welchem Gehalt kann ich ein Haus kaufen?
Für ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte in solider Lage sind in Leipzig etwa 5.000 bis 5.500 Euro Haushaltsnetto realistisch, für ein freistehendes Einfamilienhaus in guter Lage 6.000 Euro und mehr. Entscheidend ist dabei immer das Zusammenspiel von Einkommen, Ausgaben und Eigenkapital: Wer mehr Eigenkapital einbringt, kommt mit einem geringeren Einkommen aus.
Wie viel Eigenkapital brauche ich beim Hauskauf?
Mindestens die Kaufnebenkosten, in Sachsen rund 11 Prozent vom Kaufpreis. Für gute Zinskonditionen sollten 20 bis 30 Prozent vom Kaufpreis aus Eigenmitteln kommen. Bei einem 450.000-Euro-Haus also rund 90.000 bis 135.000 Euro.
Was kostet ein Haus in Leipzig 2026?
Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Häuser liegt 2026 bei etwa 3.000 bis 3.700 Euro. Ein Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern kostet je nach Lage zwischen rund 380.000 und 650.000 Euro.
Welche laufenden Kosten kommen monatlich auf Hausbesitzer zu?
Über die Kreditrate hinaus rund 500 bis 800 Euro im Monat für Grundsteuer, Versicherungen, Energie, Wasser, Abwasser, Müll, Wartung und Instandhaltungsrücklage.
Was sind die Kaufnebenkosten in Sachsen?
Insgesamt rund 11 Prozent vom Kaufpreis. Davon Grunderwerbsteuer 5,5 Prozent, Notar etwa 1,5 Prozent, Grundbuch rund 0,5 Prozent. Wenn ein Makler beauftragt ist, kommt die Maklerprovision dazu.
Wer zahlt die Maklerprovision beim Hauskauf?
Bei selbstgenutzten Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern gilt seit Ende 2020 das Halbteilungsprinzip: Käufer und Verkäufer tragen je die Hälfte. Bei Mehrfamilienhäusern ist die Aufteilung verhandelbar.
Muss ich beim Kauf eines älteren Hauses die Heizung austauschen?
In der Regel nicht. Seit Ende Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz, das die frühere altersabhängige Austauschpflicht für Heizkessel gestrichen hat. Eine funktionsfähige Öl- oder Gasheizung dürfen Sie weiter betreiben und reparieren lassen. Bestehen bleiben zwei Nachrüstpflichten, die Sie innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf erfüllen müssen: die Dämmung der obersten Geschossdecke oder des Dachs sowie die Dämmung ungedämmter Heizungs- und Warmwasserleitungen. Was im Einzelfall zu tun ist, klären Sie am besten vor dem Kauf mit einem Energieberater.
Fazit: Lohnt sich ein Hauskauf?
Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Sie erfordert eine Rechnung mit Ihren persönlichen Zahlen und eine nüchterne Einschätzung Ihrer Lebensplanung für die kommenden zehn bis zwanzig Jahre. Die Bedingungen dafür stehen am Anfang dieses Beitrags, die Zahlen dazwischen.
Für eine zweite Meinung zu Ihrer Situation sprechen Sie uns an. Wir begleiten Käufer in Leipzig und Umgebung vom ersten Gespräch bis zur Schlüsselübergabe.
Ich möchte ein Haus für meine Familie kaufen. Ein eigenes Haus erscheint mir schön, denn dann kann ich das Haus nach meinen Wünschen renovieren. Die Vorteile die sie nennen sind sehr hilfreich.
Danke für den Beitrag zum Hauskauf. Meine Schwester und mein Schwager möchten ein Haus kaufen, jetzt wo sie eine kleine Familie gegründet haben. Dass man höhere Nebenkosten hat und räumlich abhängig ist, nehmen sie, denke ich mal, gerne in Kauf, um als Familie ein eigenes Reich zu haben, wo niemand von einer Wohnung eingeengt ist.
Mein Onkel möchte auch sein Haus verkaufen. Als Verkäufer ist es ja auch wichtig, darauf zu achten, worauf Interessenten achten. So hat er schon einige Schäden reparieren lassen, um somit den Wert des Hauses zu steigern.
Mein Bruder und seine Ehefrau haben sich für den Kauf eigenen Hauses entschieden. Sie möchten viel Platz zum Wohnen und einen großen Garten für gesellige Abende haben. Den eigenen Spielplatz im Garten für Ihre Kinder und sie sind bereit an diesem Ort wohnen zu bleiben.
Edit: Leider scheint Thomas keinen Bruder zu haben. Thomas wollte Werbung für eine Immobilienfirma aus Österreich erstellen.
Immer häufiger sieht man in den Vorgärten einen eigenen Kinderspielplatz. Dies ist praktisch, da die Kleinen spielen können, sich alleine beschäftigen und die Erwachsenen im Haus arbeiten können. Nur ein Vorteil der eigenen Wände 😉
Meine Verwandten haben vor, ein Einfamilienhaus zu kaufen. Sie möchten aber zuerst ihre Wohnung verkaufen. Darüber hinaus, haben sie das Finanzierungsmodell für den Hauskauf und eine Planung der zukünftigen Ausgaben und Kosten erstellt.
Edit: Mit diesem Kommentar wollte Thomas Werbung für eine Immobilienfirma aus Cloppenburg vornehmen. Den Inhalt haben wir bereits in dem anderen Kommentar vermittelt.
Der Ehemann meiner Cousine hat vor, ein Haus zu kaufen. Vorher aber braucht er ihre Wohnung zu verkaufen. Daher kontaktierten sie einen Experten, um sich eine kompetente Beratung einzuholen.
Edit: Thomas scheint leider Werbung für eine Immobilienfirma aus Neubrandenburg machen zu wollen.
Was er sicherlich schreiben wollte: Sinnvoll ist es, wenn der Kauf des neuen Objektes und der Verkauf des Bestandobjektes aus einer Hand geschieht. So lassen sich einige Prozesse zusammenlegen und optimieren.
Ich stimme zu, dass die Wartung zu Hause wichtig ist. Ich für meinen Teil möchte mein Haus nicht kaufen, sondern verkaufen. Ich habe mit den Renovierungsarbeiten begonnen, weil ich verstehe, dass potenzielle Käufer ein sauberes und gepflegtes Haus sehen müssen. Sie müssen sich selbst ins Haus projizieren.
Ein Haus für unsere Familie zu kaufen, war unser Traum mit meiner Frau. Endlich konnten wir diesen Traum verwirklichen. Ich würde lieber einen Bankkredit zurückzahlen, als Miete zu zahlen.
Kommentarbearbeitung: Scheinbar handelt es sich nur um einen Kommentar, damit Werbung gemacht werden soll. Die Werbung haben wir entfernt.
Für mich steht der Kauf eines Massivhauses bevor. Zur Zeit informiere ich mich vor allem über den Vermögenswert über die nächsten Jahre die eine solche Immobilie aufzeigt. Ihr Beitrag hat mir allerdings auch dabei geholfen, den Hauskauf mit meinem starken Wunsch nach Reisen abzuwägen. Diesen Aspekt hatte ich nicht sonderlich betrachtet. Vielen Dank dafür!
Bearbeitung: Wir haben den Werbe-Link auf eine Immobilienfirma in Kitzingen entfernt.
Vielen Dank für den gut aufbereiteten Beitrag…mit Interesse gelesen…weiter so…
VG Sindy
Liebes Team von Poschmann-Immobilien,
ein kleiner Tipp an dieser Stelle: Wenn Sie in der Kommentarfunktion das Feld „Webseite“ entfernen, wird auch keiner mehr beim kommentieren auf seine Webseite verlinken und damit „Werbung“ machen können 😉
Viele Grüße Janina
Ein sehr gelungener Artikel. Der Kauf hat eben nicht nur Vorteile und viele Privatpersonen kaufen zu überstürzt. Der „Mietendeckel“ könnte sich auf Eigentumshäuser und -wohnungen auswirken, was ggf. in diesem Artikel hinzugefügt werden kann.
Viele Grüße
Im Jahr 2026 haben wir den Artikel weiter aktualisiert und auch dieses Thema aufgegriffen.
Ein sehr guter Artikel. Ich glaube wenn man den richtigen, seriösen Makler aus seiner Umgebung an seiner Seite hat, kann einem auch nichts passieren. Mir ist schon abgeraten worden obwohl es eine hohe Maklerprovision gegeben hätte und das finde ich fair. LG Mandy
Ich wollte schon immer mehr wissen über Immobilien. Ich denke, das ist etwas, über das jeder mehr wissen sollte. Ich werde diesen Artikel auch mit meinem Onkel teilen. Das interessiert ihn auch.
Danke für den informativen Beitrag. Wahnsinn, wenn man die Preise in den Großstädten von vor zehn Jahren und heute miteinander vergleicht, dann sind die Preise für Immobilien im Durchschnitt – je nach Stadt und Region – zwischen 20 und 70 Prozent angestiegen. Das hätte ich nicht gedacht. Ich selber möchte nun in ein Eigenheim investieren und suche nach einem Haus oder einer Wohnung.
Vielen Dank für den tollen Beitrag. Ich stimme Ihnen zu, ein eindeutiger Vorteil von dem Kauf einer Immobilie ist es mietfrei zu wohnen. Sie haben recht, ist das Eigenheim erst einmal abbezahlt, sind die monatlichen Abzüge für das Wohnen geringer. Auch wir möchten in Zukunft nicht mehr mieten, sondern in ein Eigenheim investieren. Aus diesem Grund suchen wir gerade nach einem Experten für den Kauf von Immobilien in Linz mit umfangreicher Erfahrung und fundiertem Fachwissen.
Danke für den Beitrag. Die Vor- und Nachteile werden hervorragend beschrieben, aber der Artikel könnte eine Aktualisierugn erfahren.