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Immobilie kaufen
20. Oktober 2018

Haus kaufen: ja oder nein? Welche Faktoren muss ich beachten?

Eigenheim: Haus kaufen ja oder nein?

Überlegen Sie gerade ob Sie sich ein Haus kaufen? Unser Wissen soll Ihnen bei der Entscheidung behilflich sein.

Warum ein Haus kaufen?

Vor der Entscheidung, ob Sie ein Haus kaufen bereitet Ihnen sicher genau diese Frage schlaflose Nächte. Daher haben wir Pro und Kontra in einer Liste für Sie zusammengestellt.

ProKontra
Mietfrei wohnen
Ist das Eigenheim erst einmal abbezahlt, sind die monatlichen Abzüge für Wohnen geringer.
höhere Nebenkosten
Da die Betriebskosten eines Hauses teilweise auf mehrere Mietparteien aufgeteilt wird, sind die Nebenkosten für einen Mieter geringer.
keine Mieterhöhung oder Kündigung
Vorausgesetzt Sie zahlen die Finanzierungen für den Hauskauf ordnungsgemäß zurück. Die finanzierende Bank kann eine Zwangsversteigerung veranlassen.
Räumliche Abhängigkeit
Mieter sind nicht ortsgebunden und können ihren Wohnort beliebig wechseln.
Freiheit bei der Gestaltung der eigenen vier Wände
Wird die Familie größer, kann der Hauseigentümer problemlos seine Wohnfläche erweitern.
volle Verantwortung für Pflege und Instandhaltung
Mieter müssen sich lediglich um Renovierung und Schönheitsreperaturen kümmern.
Absicherung für das Alter
Für viele ist es wichtig sich im Alter keine Sorgen über die Miete machen zu müssen.
Aufbau von Vermögen
Ein Haus zu Besitzen bedeutet Eigentum und dies wiederum bildet einen großen Teil Ihres Vermögens.

Die Frage nach der Verantwortung für Pflege und Instandhaltung befinden wir für besonders wichtig. Denn dessen sind sich Hausbesitzer immer wieder nicht bewusst. Die Rede ist von der Bausubstanz bis hin zur Garten- und Anlagenpflege. Sicher gibt es dafür genügend Dienstleister, die Sie bei Notwendigkeit beauftragen können. Den Überblick zu behalten und das organisatorische und finanzielle Management nimmt Ihnen jedoch keiner ab.

Ob Sie ein Haus kaufen oder eher eine Mietwohnung beziehen,  hängt von vielen Faktoren ab. Doch zunächst sollten Sie sich über Ihre eigenen Bedürfnisse im klaren sein. Beantworten Sie daher die Frage ehrlich:

Wie ist Ihre Lebenseinstellung? Wie stellen Sie sich ihr Leben in 15 Jahren vor?

Wollen Sie viel Reisen und sich wohnlich nicht an einen Ort binden ist ein Hauskauf nicht die richtige Option für Sie.

Möchten Sie aber viel Platz zum Wohnen und einen großen Garten, für gesellige Abende oder sogar für Tierhaltung. Den eigenen Spielplatz im Garten für Ihre Kinder und sie sind bereit an diesem Ort wohnen zu bleiben. Ihre Familie wohnt in der Nähe oder sie sind anderweitig an die Stadt – in unserem Fall vorwiegend der Bereich Leipzig – gebunden. Dann ist die eigene Immobilie genau das richtige für Sie.

Wirtschaftlich ist Immobilieneigentum immer deutlich besser als Miete zahlen

Viele Menschen entscheiden sich deshalb für Immobilieneigentum, weil es wirtschaftlich im Vergleich zum Miete zahlen einfach die wesentlich bessere Alternative ist. Der Grund ist einfach: Wenn Sie ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung besitzen und den aufgenommenen Kredit abzahlen, dann zahlen Sie die Tilgung in die eigene Tasche. Nur die Zinsen fließen der Bank zu. Nach vollständiger Rückzahlung der Darlehenssumme gehört Ihnen die Immobilie und somit haben Sie einen Sachwert als Vermögenswert. Zahlen Sie hingegen Miete, fließt der Betrag Monat für Monat in vollem Umfang an den Vermieter. Von dieser Warte aus betrachtet ist es also eindeutig so, dass der Immobilienerwerb die bessere Lösung darstellt.

Ist ein Hauskauf vom Alter abhängig?

Nein! Egal ob eine junge Familie oder Rentner, eine Immobilie ist wandlungsfähig beziehungsweise kann sich nach den eigenen Wünschen gesucht werden. Es gibt unterschiedliche Arten von Immobilien. Freistehende Einfamilienhäuser, eine Doppelhaushälfte, Reihenhäuser oder ein Bungalow.

Bungalows sind ideal für ältere Menschen, denn alle Räume werden ebenerdig erreicht. Keine Treppen müssen erklommen und Hilfsmittel wie Rollstuhl oder Rollatoren können problemlos genutzt werden. Ein solcher Immobilientyp mit einem nicht allzu großen Grundstück ist ideal für genau diese Personengruppe.

Oder Sie möchten ein Mehrgenerationenhaus gründen, auch dafür gibt es Immobilien die diese Wünsche erfüllen z.B. ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung oder eine Doppelhaus, da können Sie mit Ihren Eltern und Kindern den Garten gemeinsam nutzen und sich in den täglichen Aufgaben gegenseitig unterstützen.

Sie sehen es gibt die unterschiedlichsten Immobilientypen, sodass wirklich  für jeden etwas dabei ist. Ob als Wohnobjekt oder Altersvorsorge.

Sie haben sich dazu entschlossen das ein Hauskauf das richtige für Sie ist – wir haben Ihnen die wichtigsten Fakten rund um den Hauskauf  zusammen getragen.

Der Ablauf eines Hauskaufes

Sie wollen ein Haus kaufen und überlegen ob Sie das Projekt alleine in die Hand nehmen wollen oder doch lieber mit einem Immobilienmakler Ihrer Wahl? Gründe die für unsere Zunft sprechen sind vielfältig.

Was sind die Aufgaben von einem Immobilienmakler?

  • Erfahren Sie von zukünftigen Angeboten, bevor die Immobilien auf den Plattformen erscheinen.
  • Ihnen gefällt das Objekt – gern vereinbaren wir mit Ihnen und den Eigentümern einen Besichtigungstermin. In einer persönlichen Vorstellung erleben Sie die Immobilie.
  • Nach dem Termin senden wir Ihnen die zusammengestellten Unterlagen. Diese Unterlagen haben wir im Vorfeld für Sie vom Eigentümer, oder wenn dieser nicht mehr alle Unterlagen zur Verfügung hat aus dem Bauaktenarchiv, zusammen getragen.
  • Wenn Sie von den Unterlagen und dem Objekt überzeugt sind, vereinbaren wir einen Zweittermin. Gern beantwortet der Immobilienmakler (Wir? ;)) entstandene Fragen.
  • Nach Ihrem Kaufgebot, reservieren wir das Objekt für Sie. Sie haben im Anschluss genügend Zeit, sich ein Finanzierungsangebot einzuholen.
  • Während dieses Vorgangs erarbeiten wir in Zusammenarbeit mit einem Notar unseres Vertrauens oder Ihres Wunsches den Kaufvertragsentwurf. Dieser wird Ihnen von uns zur Verfügung gestellt.
  • All Ihre Fragen zum Objekt und zum Kaufvertrag wurden geklärt dann vereinbaren wir mit Ihnen den Notartermin und begleiten Sie auch bei diesem.
  • Der Tag der Übergabe ist gekommen und Sie erhalten die Schlüssel. Gemeinsam mit Ihnen und den Eigentümern fertigen wir ein Übergabeprotokoll an.

Noch nicht überzeugt? Dann haben wir Ihnen weitere Gründe die für einen Makler sprechen zusammengestellt.

Ein Immobilienmakler begleitet Sie vom ersten Kontakt bis hin zur Übergabe des Objektes.

Lage, Lage, Lage

die alte Immobilienweisheit wird ständig hervorgezogen. Die fünf Euro für das Phrasenschwein zahlen wir allerdings gern, denn je besser die Lage ist, desto wertbeständiger ist die Immobilie.

Und auch die Bewohner müssen sich der neuen Lage bewusst werden. Ein potentieller Umzug bedeutet eine weitreichende Veränderung.

Bewertet werden die Objekte nach Makro- und Mikrolage.

  • Die Region, die Stadt und der Stadtteil wird als Makrolage bezeichnet.
  • Die unmittelbaren Bedinungen vor Ort, wie Bevölkerungsmerkmale, Straßenlärm sowie Anbindung an die örtliche Infrarstruktur beleuchtet die Mikrolage.

Bessere Lagen sind bekanntlich teurer und ihr Wertsteigerungspotential höher als bei „schlechteren Lagen“. Hier können Investoren allerdings mit höheren Renditen rechnen.

Hauskauf als Wertanlage

Zwar gibt es Möglichkeiten das „Betongeld“ in Bargeld umzuwandelnd – Mittels Immobilien-Leibrente oder Umkehrhypothek lässt sich das „Betongeld“ in Bares umwandeln, aber eignet sich ein Hauskauf als Anlageform? Erhalten sie womöglich mehr Prozente, als beim Kauf von Aktien?

„Netto dürfte die reale Entwicklung der Immobilienpreise weltweit im Schnitt bei minus zwei Prozent pro Jahr gelegen haben“

warnt Wirtschaftshistoriker Elroy Dimson

Obwohl die Immobilienpreise in den letzten Jahren (nicht nur in Leipzig) deutlich angestiegen sind, werden häufig einige Kostentreiber (Versicherungen und Instandhaltungsmaßnahmen) übersehen. Andere Studien empfehlen dagegen sein Geld in ein Haus anzulegen.

„Wohnimmobilien – und nicht etwa Aktien – waren seit 1870 das beste langfristige Investment“

entgegnet Moritz Schularick als Professor für Wirtschaftswissenschaft der Uni Bonn

Der nächste Abschnitt bezieht sich unter anderen daher vermehrt auf einen Personenkreis, die ihre Immobilie selbst bewohnen möchten. Die anstehende Tilgung wird mit der Freude am Wohnen berechnet.

Bankkredit oder Miete günstiger?

Bei nicht wenigen Verbraucher hängt die Entscheidung für oder gegen Wohneigentum davon ab, ob der Bankkredit zur Finanzierung mit der geringeren monatlichen Belastung verbunden ist oder weiterhin Miete zu zahlen. Dieser Vergleich fällt allerdings sehr individuell aus, sodass man nicht pauschal sagen kann, ob die eigene Immobilie nebst Bankkredit oder die Mietzahlung monatlich die höheren Kosten verursacht. Sie können aber zumindest erst einmal überschlagsweise selbst berechnen, welche Kosten auf Sie zukommen würden. Wie das funktioniert, soll das folgende Beispiel verdeutlichen:

  • Kaufpreis Einfamilienhaus: 170.000 Euro
  • Kaufnebenkosten: 20.000 Euro
  • Eigenkapital: 30.000 Euro
  • Immobiliendarlehen: 160.000 Euro
  • Darlehenszins: 1,45%
  • Tilgung zu Beginn: 3,00%
  • Monatliche Kreditrate: 593,33 Euro

Der ermittelte Betrag, also die monatliche Kreditrate, ist mit Ihrer aktuellen Netto-Kaltmiete gleichzusetzen. Beträgt diese beispielsweise pro Monat 660 Euro, wäre der Immobilienerwerb in diesem Fall die günstigere Variante. Die Werte können aber natürlich individuell auch ganz anders ausfallen, zum Beispiel der Zinssatz oder auch die Darlehenssumme. Daher ist es wichtig, eine solche Rechnung mit den eigenen Zahlen durchzuführen.

Welche Faktoren beeinflussen die Finanzierbarkeit des Eigenheims?

Es gibt einige Faktoren, die einen Einfluss darauf haben, ob Menschen ein Eigenheim noch finanzieren können oder nicht. In erster Linie handelt es sich dabei um die folgenden Einflussfaktoren:

  • Einkommen nebst Ausgaben
  • Kauf- oder Baukosten der Immobilie
  • Eigenkapital
  • Bauzinsen

Auf eben diese Einflussfaktoren möchten wir im Folgenden etwas näher eingehen und so versuchen die Frage zu beantworten, ob ein Eigenheim in Deutschland noch finanzierbar ist. Dabei gehen wir immer von einem durchschnittlichen Einkommen aus, denn das sich vermögenden Menschen hierzulande natürlich nach wie vor die eigenen vier Wänden leisten können, dürfte klar sein.

Positives Verhältnis von Einnahmen zu Ausgaben als Grundvoraussetzung

Vor dem Blick auf die Immobilienpreise und die Bauzinsen sollte man nicht vergessen, dass es eine wichtige Grundlage gibt, damit Sie sich ein Eigenheim überhaupt leisten können. Die Einnahmen, also in der Regel Ihr monatliches Einkommen, müssen unbedingt höher als die Ausgaben sein. Sonst können Sie erst gar nicht an eine Finanzierung denken, denn ohne frei verfügbares Einkommen ist es nicht möglich, eine Darlehensrate für das Haus zu zahlen. Das Verhältnis von Einnahmen zu den regelmäßigen Ausgaben ermitteln Sie ganz einfach, indem Sie eine Einnahmen- und Ausgabenrechnung erstellen. Hier führen Sie auf der einen Seite Ihr Einkommen und auf der anderen Seite der Rechnung Ihre monatlichen Ausgaben auf, insbesondere:

  • Lebensmittel
  • Hygieneartikel
  • Kleidung
  • Telekommunikation (Smartphone, Telefon, Internet etc.)
  • Versicherungsbeiträge
  • Nebenkosten Wohnen
  • Autokosten
  • Freizeitausgaben
  • Vereinsbeiträge
  • Kreditraten
  • Sparraten / Rücklagen
  • Sonstige Ausgaben

Nur dann, wenn diese Ausgaben in der Summe geringer als Ihr Einkommen ist, können Sie daran denken, eine Baufinanzierung vorzunehmen. Die Miete müssen Sie übrigens in diesem Fall nicht einrechnen, denn diese fällt natürlich ab dem Zeitpunkt, ab dem Sie in Ihrem neuen Eigenheim wohnen, weg. Allerdings muss das frei verfügbare Einkommen natürlich mindestens so hoch sein, wie die für das Baudarlehen geplante Kreditrate.

Kaufpreis bzw. Baukosten der Immobilie als wichtiger Einflussfaktor

Der erste echte Einflussfaktor, der sich auf die Antwort auf die Farge auswirkt, ob Sie sich aktuell ein Eigenheim leisten können, sind die Immobilienpreise. Damit sind zum einen die Baukosten gemeint, falls Sie ein Haus bauen lassen möchten. Zum anderen geht es um die Kaufpreise für Objekte, wenn Sie ein fertiges Haus erwerben möchten. In beiden Fällen ist die Tendenz in den vergangenen Jahren eindeutig und durch zum Teil erheblich gestiegene Immobilienpreise gekennzeichnet.

Wenn man einmal die Preise in den Großstädten von vor zehn Jahren und heute miteinander vergleicht, dann sind die Preise für Immobilien im Durchschnitt – je nach Stadt und Region – zwischen 20 und 70 Prozent angestiegen.

Ablesen lässt sich dies sehr gut am sogenannten Immobilienpreisindex. Schaut man sich diesen Index zum Beispiel für das Bundesland Bayern an, so lag der Wert für ein Reihenhaus im Eigentum vor zehn Jahren noch bei knapp 115. Heute hingegen zeigt der Immobilienpreisindex einen Wert von fast 200. Demzufolge sind Reihenhäuser in Bayern in den letzten zehn Jahren im Schnitt um über 70 Prozent teurer geworden. Solche Entwicklungen können Sie natürlich für jede gewünschte Region oder Stadt im Detail betrachten.

Wer also beispielsweise im Jahre 2009 beispielsweise für ein Haus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche noch 250.000 Euro zahlen musste, müsste jetzt vielleicht einen Betrag von über 350.000 Euro bezahlen.

Fehlendes Eigenkapital als Hürde für die Baufinanzierung

Ein weiterer Grund, warum sich aktuell weniger Menschen eine eigene Wohnimmobilie leisten können sind nicht die gestiegenen Immobilienpreise und auch nicht direkt die vielleicht zu hohen Kreditzinsen, sondern dass mitunter fehlende Eigenkapital in der Baufinanzierung. Die Banken legen seit einigen Jahren ganz besonderen Wert darauf, dass die persönliche Bonität des Kunden ausreichend ist, um ein Immobiliendarlehen zurückzahlen zu können. Zu dieser persönlichen Bonität gehört auch, dass genügend Eigenkapital mit in die Finanzierung eingebunden werden kann. Ist dies nicht der Fall, verfahren die Kreditinstitute ganz unterschiedlich, wobei insbesondere die folgenden Vorgehensweisen in der Praxis anzutreffen sind:

  • Kreditantrag wird abgelehnt
  • Bauzinsen ist relativ teuer
  • Zusätzliche Sicherheiten werden gefordert

Bei einigen Banken gibt es gar keine Chance mehr auf eine Immobilienfinanzierung, wenn kein oder zu wenig Eigenkapital vorhanden ist. Andere Kreditinstitute sind diesbezüglich nicht ganz so streng. Sie akzeptieren die Finanzierung zwar, setzen den Darlehenszins dann allerdings recht hoch an. Ob die Eigenkapitalquote zum Beispiel mit 15, 20 oder 25 Prozent als ausreichend angesehen wird, ist wiederum von Bank zu Bank unterschiedlich.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass fehlendes Eigenkapital ebenfalls ein Grund ist, warum sich weniger Menschen ein Eigenheim leisten können. Ein Tipp lautet, dass Sie – als Familie mit Kindern – Baukindergeld beantragen und somit Ihre Eigenkapitalposition stärken können.

Niedrige Bauzinsen ermöglichen Finanzierung

Während gestiegene Immobilienpreise und mangelndes Eigenkapital dafür sprechen, dass sich wenige Personen in Deutschland ein Eigenheim leisten können, gibt es zumindest einen positiven Aspekt: die nach wie vor günstigen Bauzinsen. Diese führen dazu, dass sich aktuell doch noch eine Reihe von Alleinstehenden und Familien die eigenen vier Wände leisten können. Dies gilt auch für Durchschnittsverdiener, auch wenn die Luft hier langsam dünner wird.

Haus kaufen: was kann ich mir leisten?

Sie haben sich für den Immobilienkauf beziehungsweise für den Kauf eines Eigenheimes entschieden? Dann ist der nächste und wichtigste Schritt die Finanzfragen zu klären. Zum einen sollten Sie mit einem realistischen Haushaltsplan einen Überblick erhalten, welche monatliche Belastung tragbar ist. Zum anderen dient ein solider Finanzplan dazu, sich einen Überblick über zukünftige Ausgaben zu verschaffen. Ein Finanzierungsmodell für den Hauskauf ist recht einfach erstellt. Denn Vorlagen, wie auch Tools zur Berechnung finden sich im Internet schnell.

Allerdings spielen weitere Faktoren wie Kaufpreis, Eigenkapital, Zinsen, Länge der Zinsbindung, Nachfrage, Lage und Wert des Objekts eine Rolle. Ebenso kann die zu erwartende Rendite einen Einfluss haben.

In der folgenden Beispielrechnung möchten wir einmal verdeutlichen, mit welchen Werte Sie ungefähr kalkulieren könnten, wenn Sie die Frage beantwortet haben wollen, ob Sie sich noch ein Eigenheim leisten können. Die jeweiligen Zahlen müssen Sie natürlich durch Ihre persönlichen Werte ersetzen.

  • Kaufpreis Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche: 250.000 Euro
  • Kaufnebenkosten 10%: 25.000 Euro
  • Eigenkapital: 35.000 Euro
  • Immobilienkredit: 240.000 Euro
  • Zinssatz: 1,76%
  • Tilgung: 2,50%
  • Monatliche Rate: 852 Euro
  • Einkommen: 2.800 Euro p.m.
  • Ausgaben: 1.700 Euro p.m.
  • Frei verfügbares Einkommen: 1.100 Euro

In diesem Fall könnten Sie sich als das gewünschte Eigenheim leisten, denn Ihr frei verfügbares Einkommen ist höher als die Darlehensrate und es gibt sogar noch ein gewisses Puffer für unvorhergesehene Ausgaben

Kommen wir zur Detailplanung.

Der Haushaltsplan

Bewertung: Mal ist der Bankkredit (Immobilieneigentum) günstiger, mal Miete zahlen

In einen Haushaltsplan gehören:

  • Einkünfte,
  • Fixkosten und
  • Lebenshaltungskosten.

Um einen zuverlässigen Haushaltsplan zu erstellen empfehlen wir über mindestens drei Monate detailliert Buch über alle Einnahmen und Ausgaben zu führen. Denken Sie an die Kosten, die nicht jeden Monat anfallen. Einige Beiträge zahlen Sie beispielsweise viertel- oder halbjährlich. Auch jährliche Ausgaben wie Urlaubskosten sind zu berücksichtigen. Da dieser Haushaltsplan für den möglichen Hauskauf erstellt wird, lassen Sie die monatliche Kaltmiete weg. Zu guter Letzt berechnen Sie einen „Notgroschen“ großzügig ein, mit dem Sie unvorhergesehene Ausgaben abdecken.

Als Mieter einer Wohnung leben Sie ständig mit der Angst einer Mieterhöhung. Die durchschnittlichen Mietpreise in Leipzig steigen, wodurch Sie eine x prozentige Erhöhung einplanen sollten.

Der Finanzplan

Ein solider Finanzplan enthält:

  • den Haushaltsplan,
  • das Finanzierungsmodell für den Hauskauf
  • und eine Planung der zukünftigen Ausgaben und Kosten.
    • Rücklagen für Reparaturen
    • und Modernisierungen.

Als ungefähren Richtwert legen Sie 50 cent pro m² Wohnfläche zurück. Kaufen Sie ein Altbau sollten Sie sogar das doppelte, also 1 Euro pro m² jeden Monat für die zukünftige Instandhaltung beiseite legen. Für ein Haus mit 120 m² Wohnfläche betragen die Rücklagen in einem Jahr circa 600 – 1.440 Euro.

Der Kostenplan zu Hauskauf

In einen Kostenplan gehören alle Kosten die bei einem Hauskauf auf Sie zukommen. Um keine Position zu vergessen stellen wir Ihnen einen solchen Plan gern zur Verfügung. (Download als PDF [0,1 MB])

Das Finanzierungsbüro

Sie haben alle Einkünfte, Ausgaben und Kosten zusammen getragen und sind jetzt auf der Suche nach dem richtige Finanzpartner. Ein Finanzierungsbüro besitzt viele Banken als Partner. Aus diesem Pool wird nach dem besten Finanzierungsangebot gesucht, ohne dass Sie mehrere Banken besuchen müssen.

Die Büros erarbeiten mit Ihnen gemeinsam eine angepasste Finanzierung und berät Sie zu den anfallenden Zinsen und die Höhe des Eigenkapitals. Bei diesem Thema gehen die Meinungen sehr weit auseinander, ein Finanzprofi wird sie dazu sehr gern richtig beraten. Gern stellen wir Ihnen die Verbindung zu einem Finanzierungsbüro her mit welchen wir seit vielen Jahren sehr gut zusammen arbeiten.

Weitere Überlegungen beeinflussen die Entscheidung

Experten fragen

Sind Sie sich dennoch nicht schlüssig ob ein Hauskauf für Sie das Richtige ist, fragen Sie einen Experten. Wir, das Team von Poschmann Immobilien begleiten Sie vom ersten Schritt an. Und dieser erste Schritt ist Ihre Entscheidung, bei der wir Ihnen mit ehrlicher und kompetenter Beratung behilflich sind. Schreiben Sie uns, wir sind für Sie da.

Wie wichtig sind persönliche Freiheit und Gestaltungsfreiraum?

Wie eingangs erwähnt, ist die Entscheidung für oder gegen Wohneigentum nicht nur eine finanzielle, sondern hat oftmals ebenso eine emotionale Komponente. So kommt es vielen Hausbesitzern zum Beispiel darauf an, dass sie durch das Eigentum eine gewisse persönliche Freiheit besitzen und bezüglich des Wohnens Gestaltungsfreiraum haben, was bei der Miete nur in begrenztem Umfang der Fall ist. Unabhängigkeit und Vorsorge im Alter durch die Immobilie sind sicherlich weitere Faktoren, die bei der Entscheidung eine Rolle spielen. Daher ist es sinnvoll, wenn Sie sich selbst einige Fragen in diesem Bereich stellen, wie zum Beispiel:

  1. Wie wichtig ist es mir, bei Wohnen unabhängig zu sein?
  2. In welchem Umfang möchte ich meine Wohnung / Haus selbst gestalten können?
  3. Soll das Wohnen verbunden mit einer späteren Altersvorsorge sein?
  4. Wie wichtig ist mir die Sicherheit? (Stichwort Kündigung des Vermieters beim Mieten)

Bewertung: Wie wichtig emotionale Faktoren bei der Wahl zwischen Wohneigentum und Miete sind, ist von Person zu Person sehr unterschiedlich

Wie flexibel möchten Sie beim Wohnen bleiben oder zukünftig sein?

Eine weitere Frage, deren Beantwortung einen Einfluss auf die Entscheidung zwischen Hauskauf und zur Miete wohnen haben kann, bezieht sich darauf, wie flexibel Sie beim Wohnen bleiben bzw. sein möchten. Damit ist vor allem gemeint, ob Sie den Wohnort in Zukunft voraussichtlich öfter wechseln möchten oder müssen. Ein Grund können zum Beispiel beruflich bedingte Umzüge ein, die in manchen Branchen fast an der Tagesordnung sind. Falls dies absehbar ist, spricht dies eher dafür, weiter zur Miete zu wohnen. Zwar können Sie natürlich Immobilieneigentum verkaufen und am neuen Wohnort wieder ein Haus oder eine ETW erwerben. Allerdings ist dies stets mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden, mit einem Preisrisiko und zudem wissen Sie nicht, ob Sie das Objekt immer schnell genug veräußert bekommen. Unter dieser Prämisse ist sicherlich eine Mietwohnung oder ein gemietetes Haus die bessere Alternative, denn dort können Sie unter Einhaltung der Kündigungsfrist schnell ausziehen und am neuen Ort wieder in eine Wohnung einziehen.

Bewertung: Stehen in Zukunft bei Ihnen öfter Umzüge an, ist das Mieten meistens die sinnvollere Lösung als der mehrfache An- und Verkauf von Immobilien

Besteht eine Auswahl zwischen Mieten und Wohneigentum?

Nicht immer besteht für Verbraucher überhaupt die freie Wahl, ob sie lieber zur Miete wohnen oder einen Hauskauf bevorzugen wollen. Mitunter gibt die Situation im jeweiligen Ort, also in der Stadt oder dem Ortsteil quasi vor, welche der zwei Alternativen überhaupt praktikabel ist. Dies hängt natürlich auch von den Vorstellungen jedes Einzelnen ab, wie zum Beispiel:

  • Größe des Hauses zum Kauf
  • Lage der Immobilie
  • Bevorzugte Stadtteile
  • Quadratmeter Wohnfläche
  • Umgebung / Infrastruktur
  • Kaufpreis
  • Mietpreis

In manchen Städten ist es zum Beispiel so, dass es dort faktisch keine freien Mietwohnungen ab 60 Quadratmetern mehr gibt oder Häuser sehr teuer sind. In dem Fall ergibt sich die Wahl zwischen Mieten und Kaufen praktisch von selbst. Dieser Tatsache sollte man sich bewusst sein, bevor man überhaupt näher darüber nachdenken, welche Wohnvariante die bessere ist.

Vor- und Nachteile beim Mieten und Hauskauf – ein Überblick

Zusammenfassend möchten wir an dieser Stelle die wichtigsten Vor- und Nachteile aufführen, die Sie beachten sollten, wenn auch Sie eine Entscheidung treffen möchten, ob Sie zukünftig weiter zur Miete wohnen wollen oder die eigenen vier Wänden bevorzugt werden.

Hauskauf

  • Wirtschaftlich immer sinnvoller (Geld in eigene Tasche)
  • Kann als Altersvorsorge dienen
  • Mehr Freiheit / Unabhängigkeit
  • Mehr Gestaltungsfreiraum an und in der Immobilie
  • Mitunter günstiger als zur Miete wohnen
  • Sanierungen und Reparatur muss man selbst zahlen
  • Rücklagen bilden notwendig
  • Geringere Flexibilität bei Umzügen

Zur Miete wohnen

  • Mitunter günstiger als Wohneigentum
  • Keine Verpflichtungen
  • Reparaturen / Sanierungen zahlt der Vermieter
  • Relativ flexibel (bei Umzügen)
  • Geld geht nur an den Vermieter und ist somit „weg“
  • In einigen Orten kaum Mietwohnungen mehr zu finden
  • Eingeschränkte Gestaltung beim Wohnen
  • Steigende Kosten durch Mieterhöhung

Standen Sie bereits vor dieser Entscheidung? Was hat Ihnen bei der Entscheidung über einen Hauskauf geholfen?

9 Gedanken zu „Haus kaufen: ja oder nein? Welche Faktoren muss ich beachten?“

  1. Ich möchte ein Haus für meine Familie kaufen. Ein eigenes Haus erscheint mir schön, denn dann kann ich das Haus nach meinen Wünschen renovieren. Die Vorteile die sie nennen sind sehr hilfreich.

  2. Danke für den Beitrag zum Hauskauf. Meine Schwester und mein Schwager möchten ein Haus kaufen, jetzt wo sie eine kleine Familie gegründet haben. Dass man höhere Nebenkosten hat und räumlich abhängig ist, nehmen sie, denke ich mal, gerne in Kauf, um als Familie ein eigenes Reich zu haben, wo niemand von einer Wohnung eingeengt ist.

  3. Mein Onkel möchte auch sein Haus verkaufen. Als Verkäufer ist es ja auch wichtig, darauf zu achten, worauf Interessenten achten. So hat er schon einige Schäden reparieren lassen, um somit den Wert des Hauses zu steigern.

  4. Mein Bruder und seine Ehefrau haben sich für den Kauf eigenen Hauses entschieden. Sie möchten viel Platz zum Wohnen und einen großen Garten für gesellige Abende haben. Den eigenen Spielplatz im Garten für Ihre Kinder und sie sind bereit an diesem Ort wohnen zu bleiben.

    Edit: Leider scheint Thomas keinen Bruder zu haben. Thomas wollte Werbung für eine Immobilienfirma aus Österreich erstellen.

    Immer häufiger sieht man in den Vorgärten einen eigenen Kinderspielplatz. Dies ist praktisch, da die Kleinen spielen können, sich alleine beschäftigen und die Erwachsenen im Haus arbeiten können. Nur ein Vorteil der eigenen Wände 😉

  5. Meine Verwandten haben vor, ein Einfamilienhaus zu kaufen. Sie möchten aber zuerst ihre Wohnung verkaufen. Darüber hinaus, haben sie das Finanzierungsmodell für den Hauskauf und eine Planung der zukünftigen Ausgaben und Kosten erstellt.

    Edit: Mit diesem Kommentar wollte Thomas Werbung für eine Immobilienfirma aus Cloppenburg vornehmen. Den Inhalt haben wir bereits in dem anderen Kommentar vermittelt.

  6. Der Ehemann meiner Cousine hat vor, ein Haus zu kaufen. Vorher aber braucht er ihre Wohnung zu verkaufen. Daher kontaktierten sie einen Experten, um sich eine kompetente Beratung einzuholen.

    Edit: Thomas scheint leider Werbung für eine Immobilienfirma aus Neubrandenburg machen zu wollen.

    Was er sicherlich schreiben wollte: Sinnvoll ist es, wenn der Kauf des neuen Objektes und der Verkauf des Bestandobjektes aus einer Hand geschieht. So lassen sich einige Prozesse zusammenlegen und optimieren.

  7. Ich stimme zu, dass die Wartung zu Hause wichtig ist. Ich für meinen Teil möchte mein Haus nicht kaufen, sondern verkaufen. Ich habe mit den Renovierungsarbeiten begonnen, weil ich verstehe, dass potenzielle Käufer ein sauberes und gepflegtes Haus sehen müssen. Sie müssen sich selbst ins Haus projizieren.

  8. Ein Haus für unsere Familie zu kaufen, war unser Traum mit meiner Frau. Endlich konnten wir diesen Traum verwirklichen. Ich würde lieber einen Bankkredit zurückzahlen, als Miete zu zahlen.

    Kommentarbearbeitung: Scheinbar handelt es sich nur um einen Kommentar, damit Werbung gemacht werden soll. Die Werbung haben wir entfernt.

  9. Für mich steht der Kauf eines Massivhauses bevor. Zur Zeit informiere ich mich vor allem über den Vermögenswert über die nächsten Jahre die eine solche Immobilie aufzeigt. Ihr Beitrag hat mir allerdings auch dabei geholfen, den Hauskauf mit meinem starken Wunsch nach Reisen abzuwägen. Diesen Aspekt hatte ich nicht sonderlich betrachtet. Vielen Dank dafür!

    Bearbeitung: Wir haben den Werbe-Link auf eine Immobilienfirma in Kitzingen entfernt.

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