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In unserem Immobilien Ratgeber erfahren Sie wichtige Informationen rund um Ihre Immobilie. Für den Immobilienverkauf, dem Kauf Ihres neuen Eigenheims oder der Instand- und Werterhalt Ihre Immobilie bieten wir Ihnen auf den folgenden Seiten nützliche Tipps und Informationen.
22. April 2020

Standortfaktoren: Lage, Lage, Lage

Raumaufteilung, Inneneinrichtung und Gartenanlage- nach deren Kauf können Sie bei einer Immobilie viele Einzelheiten verändern. Nur ein Faktor ist nachträglich vollkommen unbeeinflussbar: Die Lage des Objekts.
Daher zählt der Lagefaktor zu einer der wichtigsten Kriterien bei einem Hauskauf. Als potentieller Hauskäufer sollten Sie der Lage eine dementsprechend starke Gewichtung bei Ihrer Entscheidungsfindung einrichten.

Raumaufteilung, Inneneinrichtung und Gartenanlage- nach deren Kauf können Sie bei einer Immobilie viele Einzelheiten verändern. Nur ein Faktor ist nachträglich vollkommen unbeeinflussbar: Die Lage des Objekts.
Daher zählt der Lagefaktor zu einer der wichtigsten Kriterien bei einem Hauskauf. Als potentieller Hauskäufer sollten Sie der Lage eine dementsprechend starke Gewichtung bei Ihrer Entscheidungsfindung einrichten.

Familie packt Umzugkartons
Bei der Bewertung der Lage nicht von Umzug-Fantasien ablenken lassen.

Ihre Emotionen und äußerlichen Eindrücke sollten auf ein Minimum reduziert werden. Überdeckt die Freude und Aufregung doch schnell die neutrale Analyse des Objektwertes. Eine ausführliche Standortanalyse ist besonders wichtig.
Wie das altbekannte Mantra besagt, haben vor allem drei Faktoren beim Kauf einer Immobilie sowie deren Preisfindung einen besonders hohen Stellenwert:

Lage, Lage und Lage.

Mantra der Immobilienbranche

Analyse der persönlichen Situation

Während die Lage einer Immobilie objektiv bewertbar und auf verschiedene Nutzergruppen ausgerichtet ist, beschreibt der Begriff des Standorts den subjektiv Wert einer Immobilie aus der Sicht eines einzelnen Nutzers.

Für den einen Käufer mag ein Standortfaktor ansprechend sein, der für einen anderen ein Ausschlusskriterium für den Kauf eines Objekts wäre. Daher ist es zunächst wichtig, dass Sie als potentieller Käufer einer Immobilie, Ihre eigene Situation genau erörtern. Darauf aufbauend können Sie die Lage und den Wert eines Objekts einschätzen.

Verwendungszweck: Konsum oder Produktion

Zunächst ist es wichtig, ob es sich beim Verwendungszweck des Objekts um einen Produktion oder Konsum handelt.

Bei einem Konsumstandort ist der Unterschied zwischen Eigennutz oder als Anlage von großer Bedeutung.
Bei Eigennutz sind Ihre persönlichen Interessen, Ansprüche und Vorlieben wichtig. Bevorzugen Sie die Nähe zu Bergen, zum Meer, das Leben in einer Großstadtregion, eine ruhigere Kleinstadtgegend oder den ländlichen Bereich?
Weiter spielen Ihr eigenes Alter sowie Ihre weitere Lebens- und Familienplanung eine Rolle.

  • Wie sieht Ihr aktuelle Familienstand sowie das Alter aller Familienmitglieder aus?
  • Haben Sie Kinder, die in Schulen oder Kitas gehen und sich über Spielplätze sowie naheliegende Parks oder einen See freuen würden?
  • Welche Entfernung zum täglichen Arbeitsplatz würden Sie in Kauf nehmen?

Ihre zukünftige Berufsplanung sollten Sie in Ihre Gedanken miteinbeziehen.
Wie mobil sind Sie, um die Dinge des täglichen Lebens, wie Schule, Einkaufsmöglichkeiten und einen Arzt zu erreichen?

Falls Sie die Immobilie als Anlage verwenden und vermieten wollen, analysieren Sie die Zielgruppe Ihrer Mieter und deren Ansprüche an eine Wohngegend genau.

Standortfaktoren Allgemein

Aufbauend auf der genauen Analyse Ihrer individuellen Situation und Ihren persönlichen Anforderungen an eine Wohnlage, können Sie diese Standortfaktoren erörtern, die für Sie am wichtigsten sind.

Allgemein ist die Infrastruktur ein wichtiges Kriterium. Dazu zählen der Ausbau und die Nähe von öffentlichen Verkehrsmittel ebenso wie der Ausbau des Straßennetzes und Verkehrsanbindungen an Autobahnen. Auch die Dichte von Dienstleistern und die Entfernung zu Schule, Kita, Arzt und Arbeitsplatz ist ein Kriterium, das ebenso beachtet werden sollte wie die Attraktivität der Wohngegend. Wie ist der Zustand der umliegenden Immobilien, wie gepflegt ist das Straßenbild, wie viele Grünflächen und Erholungsmöglichkeiten befinden sich in der Nähe?
Je nach Alter spielen weiter Ihre persönlichen Ansprüche eine Rolle.
Suchen Sie viele kulturelle Angebote, Kinos, Bars und Restaurants und wünschen Sich Abwechslung und Leben in Ihrer Wohngegend?
Suchen Sie in einem fortgeschrittenen Alter nahegelegene Einkaufsmöglichkeiten und einen fußläufigen Park?
Oder wünschen Sie, als junge Familie, sich Spielplätze, Schulen, Kitas und weitere junge Familien in der Nähe?
Beziehen Sie diese persönlichen Wünsche in Ihre Analyse ein und legen Sie fest, welche Faktoren wie stark gewichtet werden.

Einzelne Schritte zur richtigen Entscheidung: 

  • Eigennutz oder Anlageobjekt
  • welche Region: Meer, Berge, urbane Stadtlage, ländlich
  • persönliche Ansprüche
  • Familienstand  inkl. Lebensalter: (typisch)
    • Jung/Single: Kino, kulturelle Angebote 
    • Alt: Einkaufsmöglichkeiten fußläufig erreichbar
    • Kinder in Familie: Schulen, Kitas, Spielplätze

Unbedingt zu beachten:

  • Fluglärm, Schiffsverkehr
  • zukünftige Entwicklung Standort + Umgebung
  • Entfernung zwischen Haus und Arbeitsplatz 
  • Verkehrsanbindung: ÖVN, BAB etc.
  • Entfernung zu Schulen, Kitas, ärztliche Versorgung, Dienstleistungen etc. 

Ausschlusskriterien: Was macht eine schlechte Wohnlage aus?

Einige Nachteile einer Immobilienlage können Sie durch gewisse Vorteile ausgleichen. Welche gelten als komplette Ausschlusskriterien?

Fehlende wichtige Standortfaktoren, wie ein ungepflegtes Erscheinungsbild der ganzen Wohngegend, eine schlechte Verkehrslage und eine unzureichende Dichte von Dienstleistern, gelten ebenso als Nachteile wie starker Verkehrslärm. Eine Autobahn oder Bundesstraße in der Nähe, ständiger Fluglärm oder Schiffsverkehr können, je nach individuellen Anforderungen, als Ausschlusskriterium für einen Käufer gelten. Diese Faktoren mindern den Wert einer Immobilie zudem stark. Ebenso eine möglicherweise gesundheitsgefährdende Umweltbelastung der Umgebung durch eine Nähe zu großen Industriestandorten ist meist ein Ausschlusskriterium für viele potentielle Käufer.

Bewertung der Wohnlage

Bei einer genaueren Bewertung der Wohnlage ist eine Kategorisierung in die vier verschiedenen Stufen 1A, 2A, 1B und 2B vorteilhaft.

1A-Lage bezeichnet die beste Lage innerhalb des Geschäftszentrums einer Stadt. Hier herrscht die stärkste Passantenfrequenz, Dienstleister sind in ebenso hoher Dichte vorhanden wie Geschäfte. Leerstand gibt es ebenso wenig wie Mindernutzung der Immobilien.

Geschäftslagen mit ebenso hoher Passantenfrequenz mit direktem Straßenzugang, die jedoch nicht im Hauptkern einer Stadt liegen, bezeichnet man als 2A-Lagen.

1B- und 2B-Lagen bezeichnen diese Immobilien, die an eine A-Lage grenzen und in näherer Umgebung des Zentrums liegen. Solche Nebenkernlagen können durch den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittelinfrastruktur und dadurch eine erhöhte Kundenfrequenz der dortigen Geschäfte aufgewertet werden.

Lage, Lage, Lage

Die Lage beschreibt einen objektiven Sachverhalt einer Immobilie, für eine bestimmte Nutzergruppe.

„Nahezu alles lässt sich an einer Immobilie nachträglich ändern. Einzig die Lage bleibt für immer. Darum ist sie beim Kauf auch so wichtig sich nicht nur von Emotionen o. Äußerlichkeiten leiten zu lassen.“

Lageanalyse

Zur Lageanalyse kann ein Zensurierungssystem weiterhelfen:

  • verschiedene grundlegenden Lagefaktoren werden gewichtet
  • orientiert wird sich an einem Lageoptimum

Lageoptimum (Orientierungsvorgabe der Lagen für Einfamilienhäuser)

         Verkehrslage: 30

         Ortslage: 30

         Umgebung/Milieu: 40

         Gesamt = 100

Lageoptimum (Orientierungsvorgabe der Lagen für Einfamilienhäuser)

  •          Verkehrslage: 30
  •          Ortslage: 30
  •          Umgebung/Milieu: 40
  •          Gesamt = 100

Bei der Lageanalyse lässt sich die Lage eines Objekts mit Hilfe eines Zensurierungssystems bewerten. Hierbei werden einzelne Standortfaktoren im Vergleich zum sogenannten Lageoptimum betrachtet und dementsprechend eingestuft.

Das Lageoptimum gilt als Ortientierungsvorgabe der Lagen für Einfamilienhäuser und bewertet deren Verkehrslage, Ortslage und das Milieu der Umgebung. Dabei wird den drei Standortfaktoren eine bestimmte Gewichtung zugeschrieben. Mit Hilfe der Zielbaummethode kann jeder einzelne Faktor noch weiter untergliedert und genauer bewertet werden.
Mit dem vorliegenden Lageoptimum wird nun ein bestimmtes Objekt verglichen und dementsprechend bewertet.

Grundsätzlich wird zur Bewertung einer Wohnlage in Makro- und Mikrolage unterschieden, wobei die gesamtheitliche Betrachtung beider Gesichtspunkte wichtig ist.

Makrolage

= Makrolage: bezieht sich auf das Land; die Region; die Stadt – Stadtteil

  • Bevölkerungsstruktur und Kaufkraft
  • Wirtschaftsentwicklung, Diversifizierung der Wirtschaft
  • Öffentliche Einrichtungen (z. B. Ministerien, Gerichte, Verwaltungen)
  • Verkehrsinfrastruktur (z. B. Flughafen, Bahn, Straßen etc.)
  • Kosten (z. B. Kommunale Gebühren, Lohnniveau)

Makrolage bezeichnet den Standort der Immobilie. Hierbei wird das Land, das Bundesland, die Stadt und der Stadtteil, in welchem die Immobilie liegt bewertet, wobei wirtschaftliche und strukturelle Aspekte im Vordergrund liegen. Hat der Standort eine überregionale oder lokale Bedeutung oder ein besonderes Image?
Die Infrastruktur einer Stadt, sowohl deren Verkehrsinfrastruktur, der Ausbau der Straßennetze, der öffentlichen Verkehrsmittel und die Nähe zu Autobahn und Flughafen, werden ebenso beobachtet wie die Dichte von Dienstleister, Bildungseinrichtungen und Kultur- und Freizeitangeboten. Auch das Vorhandensein öffentlicher Einrichtungen, von Ministerien und Gerichten bis hin zu Verwaltungen spielt ebenso eine Rolle, wie Struktur und Kaufkraft der Bevölkerung. Wie groß ist die Wirtschaftskraft des Standorts? Dies bestimmt auch die kommende Entwicklung und Diversifizierung der Wirtschaft.

Zuletzt werden auch Kostenaspekte, wie kommunale Gebühren und das herrschende Lohnniveau bei der Bewertung der Makrolage einer Immobilie beachtet.
Grundsätzlich sollten Sie auch die zukünftige Entwicklung Ihres Standorts und der näheren Umgebung beobachten und bewerten.

Mikrolage

= Mikrolage: bezieht sich auf Charakter der direkten Umgebung der Immobilie sowie Nachbarschaft z.B.: Lage der Straße/des Gebäudes, direkte Umgebungseinflüsse

Die Mikrolage betrachtet detailtreuer den Charakter und die Attraktivität der näheren Umgebung und der Immobilie. Hierbei lässt sich in harte und weiche Lagefaktoren unterscheiden. Je nach Verwendungszweck spielen harte Lagefaktoren bei Produktionsstandorten eine größere Rolle, wohingegen für einen Konsumstandort weichen Lagefaktoren eine stärkere Gewichtung zufällt.

Harte Lagefaktoren

= spielen für Produktioonsstandorte eine wichtige Rolle.

qualifizierbar z.B.: Entfernungen zu Bhf. etc.

  • Sozialer Status
  • Lärmeinflüsse
  • Häuserzustand
  • Einkaufsmöglichkeiten und Versorgung (z. B. Ärzte)
  • Öffentlicher Nahverkehr und Straßenanbindung
  • Entfernung zum Stadt- oder Ortszentrum
  • Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten

Die Mikrolage lässt sich einerseits mit harten Lagefaktoren bewerten. Sie zählen zu den quantifizierbaren Faktoren, können genau bemessen und relativ objektiv bewertet werden. Die Infrastruktur, Verkehrslage, Entfernung zu Dienstleistern und dem Stadt- oder Ortszentrum spielen ebenso eine Rolle, wie Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Weiter zählen auch der soziale Status des Standorts, die direkten Umgebungseinflüsse, die Lärmbelastung der Umgebung, das Vorhandensein von Parkmöglichkeiten sowie der Häuserzustand und die objektiv beweisbare Attraktivität der Umgebung zu harten Lagefaktoren.

weiche Lagefaktoren

= subjektive Einschätzungen z.B.: Milieu der Umgebung

  • Milieu der Umgebung eines Standortes
  • aus sich heraus nicht quantifizierbar
  • erheblicher Anteil am Gesamtlagewert

Nicht quantifiziert und somit eher subjektiv bewertbar sind hingegen weiche Lagefaktoren. Hierbei kommt es darauf an, ob ein potentieller Käufer sich in der zukünftigen Wohngegend wohlfühlt. Die soziale und politische Situation ist hierbei wichtig. Leben viele Studenten, Familien oder vorwiegend ältere Leute in der Gegend? Wer wohnt in der Nachbarschaft? Hat das Haus wohl möglich eine Vorgeschichte?
Obwohl diese Faktoren so schwer einzuschätzen sind, gestalten sie einen großen Teil des Immobilienwertes. Allerdings lässt sich der Anteil schwer in Zahlen einbinden.

Das Vorhandensein oder Fehlen dieses Wohlgefühls beeinflusst die Entscheidung des potentiellen Käufers.

Lageplan

Der Lageplan gehört zu den Bauvorlagen und Beleihungsunterlagen. In einigen Bundesländern wird zwischen dem einfachen und dem qualifizierten Lageplan unterschieden.

Bei jedem Verkauf eines Grundstücks oder einer Immobilie muss ein Lageplan vorgezeigt werden können. Dieser gehört zu den Bauvorlagen und Beleihungsunterlagen und ist ein wichtiger Bestandteil des Bauantrags. Oft wird er auch als amtlicher Bauplan bezeichnet und darf nur von einem Vermessungsingenieur oder einem vergleichbaren Fachmann für Vermessung, der öffentlich bestellt wurde, angefertigt werden.
Er besteht aus einem zeichnerischen und schriftlichen Teil. Zeichnerisch wird in einem bestimmten, im schriftlichen Teil festgelegten, Maßstab das geplante Gebäude in einer Sicht von oben abgebildet, wobei auch Dachform und Abstandsflächen eingezeichnet werden. Im schriftlichen Teil werden unter anderem das Grundstück ebenso wie dessen Nachbargrundstücke beschrieben und eventuelle Baulasten und der Bauherr werden aufgeführt.
In einigen Bundesländern unterscheidet man zwischen dem einfachen und dem qualifizierten Lageplan.

Der einfache LageplaN

der einfache Lageplan beinhaltet:

  • Maßstab (in der Regel 1:500)
  • Lage des Grundstücks zur Himmelsrichtung
  • Bezeichnung des Grundstücks (Gemeinde, Straße, Hausnummer, Grundbuch, Gemarkung, Flur, Flurstück)
  • Flächeninhalt und katastermäßige Grenzen des zu bebauenden Grundstücks und der Umgebungsgrundstücke
  • der vorhandene Gebäudebestand sowie im Liegenschaftsbuch enthaltene Hinweise auf Baulasten

Oft alleine schon ausreichend, beinhaltet der einfache Lageplan neben der Angabe des Maßstabs, der im zeichnerischen Teil des Lageplans verwendet wurde sowie der Lage des Objekts zur Himmelsrichtung auch dessen genaue im Grundbuch aufgeführte Bezeichnung, wobei Gemeinde, Straße, Hausnummer, Grundbuch, Gemarkung, Flur und Flurstück genannt werden. Ebenso wird die im Grundbuch eingetragene Bezeichnung der Nachbargrundstücke aufgeführt, sowie deren Eigentümer und entsprechende Angaben Auch die Grenzen des Grundstücks sowie benachbarter Grundstücke, dessen Flächeninhalt, der Gebäudebestand und Hinweise auf Baulasten werden aufgeführt.

Der qualifizierte Lageplan

der qualifizierte Lageplan (wird vor allem bei Grenzbebauungen benötigt) enthält:

  • Grenzlängen
  • Abstandsmaße
  • aktuelle Bebauungszustand der Nachbargrundstücke dar

Teilweise wird jedoch von der Baugenehmigungsbehörde auch der qualifizierte Lageplan gefordert.
Dieser enthält alle genannten Auflistungen des einfachen Bauplans und nennt darüber hinaus noch die Abstandsmaße und Grenzlängen des Grundstücks, den aktuellen Bebauungszustand der Nachbargrundstücke sowie Angaben über die Grenzpunktualität und Grenzabmarkungen. Daher wird der qualifizierte Lageplan vor allem bei Grenzbebauungen benötigt.

Insel-Lagen

Der feststehende Begriff der Insellage eines Grundstücks bezeichnet einen geringeren Objektwert.

Die Höhe der Miete in Läden, die in sogenannter Insellage liegen, liegt meist unter der von Nebenkernlagen. An diesen Standorten liegt nur eine sehr minimale Lauffrequenz vor, was deren Attraktivität senkt.
Als Beispiel lässt sich ein Lebensmittelgeschäft aufführen, an dem noch weitere kleinere Läden angesiedelt sind. Diese könnten zum Beispiel Kioske oder Zeitungsstände sein.

  • durch eine minimale Lauffrequenz geprägte Standorte, bei denen es zumeist einen Quasi-Anker-Mieter gibt Bsp.: Lebensmittelgeschäfte, an dem noch weitere kleinere Läden wie Kioske oder Zeitungsstände angesiedelt sind
  • Die Mieten in diesen Läden liegen zumeist deutlich unter denen von Nebenkernlagen.
  • Nebenkernlagen gewinnen lediglich dann, wenn sie z.B. durch eine Trambahn oder Bushaltestelle aufgewertet werden und zusätzliche Kundenfrequenz anziehen können.

LILA-Lagen

Die Begrifflichkeit leitet sich von Anfangsbuchstaben der folgenden Merkmale ab: Landschaft, Infrastruktur, Lebensqualität und Arbeit

  • gehen über Zustand und Beschaffenheit des einzelnen Objekts hinaus
  • Gebäude und ihre Lage werden hinsichtlich der Optionen Nachnutzung, Vermietbarkeit und Verkauf überprüft

Besonders bei eigengenutzten Immobilien ist der Ausblick auf die zukünftige Wertentwicklung wichtig. Für Investoren ist diese Perspektive fundamental wichtig. Dafür ist die Betrachtung der sogenannten LILA-Lage der Immobilie wichtig.
Die Bezeichnung LILA-Lage setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Begriffe Landschaft, Infrastruktur, Lebensqualität und Arbeit zusammen. Dem Lila-Lage-Modell nach werden ebendiese vier Aspekte als Gesamtheit und nicht nur isoliert betrachtet und zukunftsorientiert genau analysiert. Diese gesamtheitliche Bewertung geht weit über die Bewertung von Zustand und Beschaffenheit des einzelnen Immobilie hinaus, so wird zwar die aktuelle Attraktivität der Immobilie eingeschätzt. Vielmehr jedoch wird diese nachhaltig untersucht, um einschätzen zu können, zu welchem Marktpreis das Objekt in Zukunft vermietet und verkauft werden könnte. Dabei wird die Wertentwicklung der Immobilie in Abhängigkeit von der Attraktivität der umgebenden Landschaft und Infrastruktur bewertet. Eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur hängt meist eng mit dem Ausbau weiterer Infrastruktur zusammen. Auch eine hohe Anzahl an Arbeitsplätzen wirken anziehen und erhöhen die Bevölkerungsdichte einer Stadt, was wiederum den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und die Anzahl an Bildungs- und Freizeitangeboten erhöht. Eine attraktive Landschaft und ausgewachsene Infrastruktur hängen eng mit einem hohen Maß an Lebensqualität zusammen.
Auf diese Art werden die entscheidenen vier Faktoren des Lila-Lage-Modells im wechselseitigen Zusammenhang betrachtet und damit die Attraktivität des Standorts aus Sicht von zukünftigen Bewohnern des Wohnobjekts bewertet.

 Lagerente

Der Begriff der Lagerente beschreibt den wirtschaftlichen Vorteil, der durch den Besitz eines marktnäheren landwirtschaftlichen Grundstücks, verglichen mit einer marktfernen Fläche, entsteht.

  •  wird verwendete um den Ertragsvorteil von marktnäheren landwirtschaftlichen Flächen im Vergleich zu marktferneren zu beschreiben
  • beschreibt generell einerseits den Gewinn je Bodeneinheit, wenn der Boden dem Landwirt selbst gehört
  • andererseits die maximale Pacht, die der Grundeigentümer fordern kann, wenn er die Fläche an den Landwirt verpachtet
  • die Lagerente nimmt mit zunehmender Entfernung zur Stadt ab

Dieser Unterschied wird damit erklärt, dass man grundsätzlich von gleichen Produktionskosten auf beiden Grundstücksflächen ausgeht, das marktnähere Grundstück jedoch geringe Transportkosten mit sich bringt und somit eine höhere Rendite, was dessen Ertragsvorteil erklärt.
Generell beschreibt die Lagerente je Bodeneinheit einerseits den jeweiligen Gewinn, bei Eigennutz und andererseits die maximale Pacht, die der Besitzer des Grundstücks für die Verpachtung an einen Landwirt fordern kann. Dabei nimmt grundsätzlich die Lagerente mit zunehmender Entfernung zur Stadt ab.
Lagerente findet sich als Begrifflichkeit ebenso in der Immobilienwirtschaft. Die Tatsache, dass in den Zentren der Großstädte in 1A-Lage die Miet- und Kaufpreise der Immobilien meist sehr viel höher sind als außerhalb des Ballungszentrums. Auf dem Land sind die Kosten weiter noch niedriger und hier fallen höhere Fahrtkosten zu Dienstleistern und Arbeit an, als im Zentrum der Stadt.
Diese Kosten müssen gut abgewogen werden. Während in der Stadt die Kosten für den Wohnraum vergleichsweise hoch und die Fahrtkosten niedrig sind, verhält sich die Situation auf dem Land genau umgekehrt, wobei bei den Fahrtkosten zum Teil auch steuerliche Vergünstigungen mit einbezogen werden müssen. Daher ist im Einzelfall ein Leben auf dem Land finanziell lohnenswerter.

Die Lage einer Immobilie richtig einschätzen können

Für potentiellen Käufer einer Immobilie sollten neben der Größe des Grundstücks und dem Zustand sowie der aktuellen Ausstattung des Objekts, vor allem dessen Lage eine starke Gewichtung einnehmen.

Diese sollten sie aktuell und zukünftig beleuchten und, in Bezug auf Ihre persönlichen Anforderungen gewichtet, analysieren.
Dazu sollten Sie sich gut über die harten Lagefaktoren Infrastruktur, Arbeitsangebot, Wirtschaftskraft, Landschaft und deren bisherige und voraussichtliche zukünftige Entwicklung informieren.
Betrachten Sie so die Entwicklung des Mietpreisspiegels, um die Mikrolage der Immobilie einschätzen zu können. Auch der Bodenrichtwert und Verkehrswert gibt Ihnen weiter Aufschluss.
Beleuchten Sie die Wohngegend genau. Befragen Sie möglichst viele Personen der Nachbarschaft unabhängig voneinander . Ergründen Sie die Meinung bezüglich der Wohnlage, um ein möglichst umfassendes Bild der Lebensqualität der Wohngegend zu erhalten.
Betrachten Sie die Planungsunterlagen der Gemeinde, in die Sie eine Einsicht erhalten dürfen. So können Sie besser einschätzen, wie sich die Gegend entwickeln kann und welche positiven sowie negativen Auswirkungen ein geplantes Bauprojekt in der Nähe der Immobilie haben können. Dies hilft eine mögliche Wertsteigerung oder Wertsenkung des Objekts vorherzusehen.


geschrieben von caro | letztes Update 28. Mai 2020

3. März 2020

Immobilienrente als zusätzliche Einnahme im Alter

Sie können durch die schuldenfreie Wohnimmobilie die Miete einsparen und somit eine hohe Ausgabe im Alter einsparen. Allerdings fließt aus dem Sachwert Immobilie kein regelmäßiges Geld, welches Sie beispielsweise für Ihre Lebenshaltungskosten nutzen könnten. Benötigen Sie allerdings zusätzliche finanzielle Mittel, kann die Immobilienrente behilflich sein.

 So funktioniert die Umkehrhypothek!

Sie haben sich die Entscheidung des Hauskaufs damals gründlich überlegt. Die eigene Immobilie gilt als hervorragende Altersvorsorge. Sie sparen Mietzahlungen und haben mehr Geld von Ihrer gesetzlichen Rente übrig. Zudem handelt es sich beim eigenen Haus oder der Eigentumswohnung um einen Sachwert, der sich zum Beispiel durch Wertbeständigkeit und Inflationsschutz auszeichnet. Ein Manko gibt es bei einer Immobilie als Altersvorsorge jedoch: Sie können nicht direkt Geld aus dem Objekt ziehen. An dieser Stelle setzt die sogenannte Immobilienrente an.

„Immobilienrente als zusätzliche Einnahme im Alter“ weiterlesen

geschrieben von caro | letztes Update 27. Februar 2020

27. Februar 2020

Gebäudeversicherung bei Eigentümerwechsel – Das müssen Sie wissen

Der Abschluss dieser Versicherung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird aber von vielen finanzierenden Banken gefordert und ist sehr zu empfehlen. Wir erklären Ihnen, was mit der Gebäudeversicherung bei Eigentümerwechsel passiert und welche Aufgaben Sie als Käufer bewältigen müssen.

Es ist geschafft, der Kaufvertrag für die Immobilie ist unterschrieben und von einem Notar beurkundet. Schon bald steht der Umzug in Ihr neues Zuhause an, oder Sie erhalten bei einem vermieteten Objekt die erste Mietzahlung. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich über eine wichtige Absicherung zu informieren: Die Wohngebäudeversicherung schützt Sie vor den finanziellen Folgen bei einem Schaden durch Feuer, Sturm und Leitungswasser. Der Abschluss dieser Versicherung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird aber von vielen finanzierenden Banken gefordert und ist sehr zu empfehlen. Wir erklären Ihnen, was mit der Gebäudeversicherung bei Eigentümerwechsel passiert und welche Aufgaben Sie als Käufer bewältigen müssen.

„Gebäudeversicherung bei Eigentümerwechsel – Das müssen Sie wissen“ weiterlesen

geschrieben von caro | letztes Update 23. März 2020

14. November 2019

Immobilien als Kapitalanlage – direktes oder indirektes Investment?

Immobilien sind derzeit bei Anlegern äußerst beliebt, was mehrere Gründe hat. Allerdings sind viele Menschen in Deutschland der Auffassung, dass sie sich ein Immobilien-Investment ohnehin nicht leisten könnten. Dahinter steckt in erster Linie der Gedanke, dass man nicht einfach so Beträge im sechsstelligen Bereich, die bei einem Kauf einer Immobilie notwendig sind, anlegen kann. Tatsächlich existieren allerdings zwei Möglichkeiten, wie Sie Ihr Kapital in Immobilien anlegen können: zum einen das sogenannte

  • direkte Investment und zum anderen
  • die indirekte Anlage in Sachwerte.
„Immobilien als Kapitalanlage – direktes oder indirektes Investment?“ weiterlesen

geschrieben von caro | letztes Update 27. Dezember 2019

6. Oktober 2019

Baukindergeld – Voraussetzungen und Informationen

Mangelt es an Eigenkapital, wird die Baufinanzierung teuer oder die Bank lehnt den Antrag direkt ab. Um diese Situation, unter der vor allem jüngere Familien mit Kindern leiden, zu verbessern, wurde 2018 das sogenannte Baukindergeld eingeführt.

Viele Familien in Deutschland haben in den letzten Jahren erleben müssen, dass es schwerer geworden ist, sich den Wunsch nach den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Ein wesentlicher Grund besteht in den gestiegenen Immobilienpreisen, denn in manchen Städten kosten Häuser und Eigentumswohnungen über 30 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren (Siehe: Immobilienpreise in Leipzig). Zwar ist die Finanzierung aufgrund der niedrigen Bauzinsen oft sehr günstig, aber bei Weitem nicht für alle Kreditsuchenden.

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geschrieben von caro | letztes Update 27. Februar 2020

22. November 2018

Hausschwamm und Schimmel – Wie verhalte ich mich?

Ein Wort mit dem negative Emotionen geweckt werden: Hausschwamm. Doch was ist es? Und wie entsteht er überhaupt? Wie kann ich es bekämpfen? All das werden wir im nachfolgenden Text aufklären.

Was ist Hausschwamm?

Hausschwamm ist ein Pilz der sich in feuchten Stellen des Hauses festsetzt und zu einem großen Geflecht heranwachsen kann. Erkennbar ist er anhand seiner typischen Mycelien, Stränge oder dem weißrandigen faldenförmigen Fruchtkörper.

Als Myzel werden die fadenförmigen Zellen eines Pilzes bezeichnet.
Der Fruchtkörper ist das Fortpflanzungsorgan eines Pilzes.

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geschrieben von michelle | letztes Update 23. März 2020

20. Oktober 2018

Haus kaufen: ja oder nein? Welche Faktoren muss ich beachten?

Überlegen Sie gerade ob Sie sich ein Haus kaufen? Unser Wissen soll Ihnen bei der Entscheidung behilflich sein.

Warum ein Haus kaufen?

Vor der Entscheidung, ob Sie ein Haus kaufen berecitet Ihnen sicher genau diese Frage schlaflose Nächte. Daher haben wir Pro und Kontra in einer Liste für Sie zusammengestellt.

„Haus kaufen: ja oder nein? Welche Faktoren muss ich beachten?“ weiterlesen

geschrieben von michelle | letztes Update 23. März 2020

9. Juni 2018

Mietwohnung als Kapitalanlage – Chancen und Risiken

Ist die Wohnung heutzutage als Kapitalanlage noch interessant? Und wenn ja, auch für Sie?

Ist eine Wohnung als Kapitalanlage für Sie interessant, beantworten wir in diesem Artikel folgende Leitfrage:

Was muss ich bei der Auswahl einer Wohnung als Kapitalanlage beachten und wo liegen die Chancen und Risiken?

Genau diese Fragen sollte jeder sich stellen, bevor er eine Wohnung als Kapitalanlage erwirbt. Denn gekauft ist die Wohnung schnell, wenn  jedoch Probleme auftreten, sind nicht wenige Anleger rasch überfordert. Viele wollen dann ihr Objekt zügig wieder loswerden. Mögliche Problemfelder können mit einer sachgerechten Beurteilung im Vorfeld erkannt und dadurch vermieden werden.

„Mietwohnung als Kapitalanlage – Chancen und Risiken“ weiterlesen

geschrieben von julia | letztes Update 23. März 2020

27. Juli 2016

Das Grundbuch – was Sie darüber wissen sollten

Beim Hauskauf gehört das Grundbuch zum Vokabular. Aber was ist das Grundbuch? Welche Informationen und Daten werden darin erfasst?

Gesammelte Informationenen zum Grundbuch.

„Das Grundbuch – was Sie darüber wissen sollten“ weiterlesen

geschrieben von michelle | letztes Update 23. März 2020

29. Juni 2016

Immobilienwert selbst ermitteln oder Profi beauftragen?

Ist eine Immobilienwertermittlung durch einen Profi überhaupt nötig? Genau diese Fragen beantworten wir in diesem Beitrag.

Kann ich eine Immobilienbewertung auch selber durchführen?[Abstand_klein]

Sie haben verschiedene Möglichkeiten eine Immobilienbewertung durchzuführen, um einen realistischen Verkaufspreis für Ihre Immobilie in Erfahrung zu bringen.

„Immobilienwert selbst ermitteln oder Profi beauftragen?“ weiterlesen


geschrieben von michelle | letztes Update 26. September 2018